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Das bedingungslose Grundeinkommen ist eine logische Antwort auf den wirtschaftlichen Wandel

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Ralph Kündig – Am Freitag, dem 5. Februar 2016 auf LeTemps.ch veröffentlicht (FR)

Das bedingungslose Grundeinkommen (BGE) für alle, worüber die Schweizerinnen und Schweizer am 5. Juni 2016 abstimmen, ist die logische Antwort auf einen Wandel, welcher die Wirtschaft, und somit der soziale Schutz, von der Beschäftigung entkoppelt, plädiert Ralph Kundig, Präsident von BIEN-Schweiz, die Vereinigung, welche für die Einführung eines BGE in der Schweiz kämpft

Big Data, lernende Maschine, Digitalisierung, Open Source, alles Entwicklungen, welche die auch sehr qualifizierte Arbeit gefährden. Die Arbeitslosigkeit nimmt zu, die soziale Rechnung explodiert, während immer weniger Arbeitnehmer dafür zahlen und sich der Wirtschaftswachstum verlangsamt. Die gegenwärtige Entwicklung bedeutet das Aus einer Wirtschaft und eines sozialen Schutzes, die auf Beschäftigung gründen.

Heute schon ist der Lohn nicht mehr mit dem wirklichen Nutzen der Arbeit korreliert. Nur 40% der Bevölkerung bezieht ein Erwerbseinkommen. Alle anderen sind auch an der Produktion unseres Wohlstands beteiligt, aber sie werden nicht bezahlt; sie kümmern sich um ihre Angehörigen, bilden sich aus, arbeiten ehrenamtlich, entwickeln Kultur oder Kunst. Im 21. Jahrhundert kann man bezahlte Arbeit nicht mehr als einzige Einnahmequelle betrachten, auch nicht als soziale Integration oder menschlichen Wert.

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C’est arrivé en 2016 déjà ?

Der Präsident von SwissICT, Thomas Flatt, für das bedingungslose Grundeinkommen (Abstimmung am 5. Juni an):

Thomas Flatt
Thomas Flatt
Thomas Flatt
Präsident swissICT, Unternehmer, Berater und Verwaltungsrat

Nun sind wir Informatiker definitiv in der realen Welt angekommen. Wir sind Teil des Establishments. Nicht nur werden unsere Vertreter plötzlich in die nationalen Räte gewählt, sondern auch am WEF waren wir – oder, genauer, das, was wir erfunden haben und noch erfinden werden – das zentrale Thema. Wie immer verkaufen sich schlechte Neuigkeiten besser als gute. Deshalb war die Schlagzeile auch, dass in den industrialisierten Ländern in den nächsten Jahren fünf Millionen Arbeitsplätze verloren gehen werden. Diese Studie ist konservativ. Es gibt andere, die davon ausgehen, dass in den nächsten zehn bis 20 Jahren 50% der Arbeitsplätze verschwinden werden.

Sie schafft aber auch Arbeitsplätze, die IT, sehr viele Arbeitsplätze sogar, erwidern unsere Optimisten voller Stolz. Sicher wird sie das und es wird bestimmt ganz leicht, all die Taxifahrer, Industriearbeiter und Callcenter-Mitarbeiter zu Roboterspezialisten und Software-Entwicklern umzuschulen. Das ist ja auch viel leichter als die Jobsuche für einen 50jährigen Informatiker. Aber lassen wir uns nicht vom Zweckpessimismus eines Dauergestrigen verängstigen. Wir haben die Erfindung der Elektrizität, der Dampfmaschine, der Eisenbahn, des Autos und noch vieles mehr überlebt – Industrien und Arbeitsplätze kamen und gingen, und wurden durch neue ersetzt. Das wird auch hier passieren – oder vielleicht auch nicht. In jedem Fall werden diejenigen die Gewinner sein, die heute schon antizipieren, was in fünf oder zehn Jahren sein wird und die ihre Produkte und Services auf diese Welt, die künftige Welt, ausrichten. [+]

98% der Schweizer arbeiten gerne!

Rubrik:
Davos – Foto: Samuel Asuncion

Davos – Foto: Samuel Asuncion

98% der Schweizer arbeiten gerne!

          «Wenn das bedingungslose Grundeinkommen (BGE) von der Bevölkerung angenommen wäre, so würden nur 2% der Schweizer aufhören zu arbeiten, und 8% würden diese Möglichkeit je nach den Umständen prüfen.»

Resultate DemoSCOPE-Umfrage

Liebe Freundin, Lieber Freund,

Die Kampagne hat begonnen! Am Mittwoch, 27. Januar 2016 brachte eine "goldene Flotte" die Resultate der ersten repräsentativen Umfrage nach Bern. Diese zeigen auf, dass 98% der Schweizer mit dem BGE weiterarbeiten würden. Die neue Website initiative-revenudebase.ch wurde speziell für die Abstimmung lanciert; sie ergänzt unser Kommunikationsnetz. Sagt es weiter, macht mit bei der Kampagne für diese historische Abstimmung, und vor allem vergesst nicht, am 5. Juni 2016 JA zu stimmen!

Übersicht:

Viel Spass beim Lesen!

Es ist bestätigt: Am 5. Juni 2016 wird abgestimmt

Am 27. Januar 2016 hat der Bundesrat beschlossen, am 5. Juni 2016 unter anderem die Vorlage „Für ein bedingungsloses Grundeinkommen“ zur Abstimmung zu bringen. Somit ist die Kampagne offiziell lanciert!

crowdfunding

Die Unterstützungsnetze organisieren sich, es sind immer mehr Leute, die mit Enthusiasmus mitmachen wollen. Unser Kampagnentopf, mit welchem wir das Kommunikationsmaterial und unsere Massnahmen vor Ort finanzieren, wird dank eurem Engagement immer voller. Ob klein, wie Duccios monatliche Spende von 5.- Franken oder gross wie der von Clément einbezahlte Betrag von 10'000.- Franken, alles zählt! Wie man so schön sagt: Viele kleine Flüsse ergeben einen Strom.

Ein Erfolg bei der Abstimmung ist jetzt noch ungewiss, denn zu viele Leute kennen das Thema noch nicht. Sie sind also empfänglich für die Desinformation der Gegner der individuelle Freiheit. Unsere Herausforderung besteht darin, der Bevölkerung eine objektive Sicht zu vermitteln. Aber da kann jede und jeder mithelfen, indem sie oder er es weiter sagt, indem ihr eurem Freundeskreis die von uns verfassten Informations-Email weiterleitet, indem ihr die Veröffentlichungen teilt, die sich auf Facebook befinden, indem ihr an der Beteiligungsfinanzierung der Kampagne teilnehmt. [+]

Davos: werden Roboter die Menschen ersetzen?

davos basic income dancing robot
Foto : Samuel Asuncion

Das diesjährige World Economic Forum ging am 23. Januar zu Ende. Im Zentrum der Debatte war die vierte industrielle Revolution, welche die Beschäftigung gefährdet. Der MIT-Wirtschaftsexperte Erik Brynjolfsson hat unterstrichen, dass “wir in Richtung einer Welt gehen, wo es viel mehr Reichtum und viel weniger Arbeit gibt". Gemäss einer Studie der Universität dürften bis in 20 Jahren 47% der Jobs in Amerika durch Automatisation ersetzt werden. Eine andere, vom WEF publizierte Studie zeigt, dass die künstliche Intelligenz in den nächsten fünf Jahren 7.1 Arbeitsstellen in den 15 führenden Volkswirtschaften weltweit zerstören wird und parallel nur 2 schaffen. [+]

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